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Warum wir uns Namen schlechter merken als Gesichter

Viele Menschen können sich Gesichter hervorragend merken – aber Namen verschwinden oft schon Sekunden nach der Vorstellung.

Dieses Phänomen ist völlig normal und hat nichts mit schlechtem Gedächtnis zu tun. Tatsächlich ist unser Gehirn darauf ausgelegt, visuelle Informationen besser zu speichern als abstrakte Begriffe wie Namen.

Warum Gesichter leichter zu merken sind

Unser Gehirn ist seit der Evolution darauf trainiert, Gesichter schnell zu erkennen. Das war wichtig für:

  • soziale Bindungen,
  • Gefahreneinschätzung,
  • Gruppenzugehörigkeit.

Gesichter werden in einem spezialisierten Bereich des Gehirns verarbeitet – der sogenannten Fusiform Face Area. Namen dagegen nicht.

Warum Namen so schwer zu behalten sind

Namen sind für das Gehirn schwieriger, weil sie:

  • keine Bedeutung haben (ein „Peter“ sagt nichts über die Person aus),
  • keine Bilder erzeugen,
  • keine Emotionen auslösen,
  • nicht logisch verknüpft sind.

Das Gehirn liebt Muster, Bilder und Zusammenhänge – Namen bieten davon kaum etwas.

Der Moment der Vorstellung ist entscheidend

Wenn wir jemanden kennenlernen, passiert oft Folgendes:

  • Wir achten auf den Händedruck.
  • Wir achten auf das Gesicht.
  • Wir achten auf die Situation.
  • Wir achten auf unsere eigene Wirkung.

Der Name ist nur ein kleiner Teil davon – und wird schnell überlagert.

Warum wir uns trotzdem an Gesichter erinnern

Gesichter sind reich an Informationen:

  • Formen
  • Proportionen
  • Mimik
  • Emotionen

Das Gehirn speichert diese Merkmale automatisch ab – selbst wenn wir es nicht bewusst versuchen.

Wie man sich Namen besser merken kann

Es gibt einfache Techniken, um Namen leichter zu behalten:

  • Namen wiederholen: „Schön, dich kennenzulernen, Anna.“
  • Mit etwas verknüpfen: Ein Bild, ein Merkmal, ein Reim.
  • Nachfragen: Wenn man den Namen nicht verstanden hat, kurz nachhaken.
  • Aufmerksam zuhören: Den Moment der Vorstellung bewusst wahrnehmen.

Schon kleine Tricks können einen großen Unterschied machen.

Weitere Perspektiven im System

  • Wer – Rollen, Menschen, Verantwortung
  • Was – Begriffe, Inhalte, Bedeutungen
  • Warum – Ursachen, Motive, Hintergründe
  • Wie – Wege, Methoden, Prozesse
  • Wo – Orte, Räume, Kontexte
  • Wann – Zeitpunkte, Phasen, Entwicklung
  • Womit – Mittel, Werkzeuge, Ressourcen
  • Wodurch – Auslöser, Mechanismen, Dynamiken
  • Wozu – Ziele, Nutzen, Sinn
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