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Warum wir prokrastinieren – obwohl wir wissen, dass es uns schadet

Wir alle schieben Dinge auf – selbst dann, wenn wir genau wissen, dass es uns später Stress, Druck oder Ärger bringt.

Prokrastination ist kein Zeichen von Faulheit. Es ist ein komplexes Zusammenspiel aus Emotionen, Motivation und Gehirnmechanismen. Oft hat Aufschieben viel mehr mit Gefühlen zu tun als mit Zeitmanagement.

Warum wir wirklich prokrastinieren

Die meisten Menschen glauben, sie würden Aufgaben aufschieben, weil sie „keine Zeit“ haben. In Wahrheit steckt etwas anderes dahinter:

  • unangenehme Gefühle wie Angst, Unsicherheit oder Überforderung,
  • Perfektionismus – die Angst, nicht gut genug zu sein,
  • fehlende Belohnung – die Aufgabe fühlt sich sinnlos an,
  • sofortige Ablenkungen, die attraktiver wirken.

Prokrastination ist also ein emotionales Problem – kein organisatorisches.

Das Gehirn bevorzugt kurzfristige Belohnungen

Unser Gehirn liebt schnelle, einfache Belohnungen. Deshalb greifen wir lieber zum Handy, schauen Videos oder räumen plötzlich den Schreibtisch auf, statt die eigentliche Aufgabe zu erledigen.

  • sofortige Belohnung = angenehm,
  • langfristiger Nutzen = abstrakt.

Das nennt man Gegenwartsverzerrung – wir bevorzugen das Jetzt gegenüber der Zukunft.

Warum Prokrastination Stress erzeugt

Je länger wir etwas aufschieben, desto größer wird der innere Druck. Das führt zu:

  • schlechtem Gewissen,
  • Stress und Anspannung,
  • Selbstkritik,
  • noch mehr Aufschieben.

Ein Teufelskreis entsteht – und der Ausstieg wird immer schwerer.

Perfektionismus als versteckter Auslöser

Viele Menschen prokrastinieren, weil sie Angst haben, etwas nicht perfekt zu machen.

  • „Wenn ich nicht perfekt bin, fange ich lieber gar nicht an.“
  • „Ich brauche den perfekten Moment.“
  • „Ich muss erst in der richtigen Stimmung sein.“

Perfektionismus blockiert – und führt paradoxerweise zu schlechteren Ergebnissen.

Warum kleine Aufgaben plötzlich schwer wirken

Manchmal schieben wir sogar winzige Aufgaben auf. Das liegt daran, dass das Gehirn nicht die Aufgabe bewertet, sondern das Gefühl, das wir damit verbinden.

  • unangenehm = aufschieben,
  • angenehm = sofort erledigen.

Selbst eine kurze E‑Mail kann schwer wirken, wenn sie mit Stress verbunden ist.

Wie man Prokrastination überwinden kann

Es gibt einfache Strategien, um den Kreislauf zu durchbrechen:

  • 5‑Minuten‑Regel: Nur 5 Minuten anfangen – oft macht man dann weiter.
  • Aufgaben kleiner machen: Große Projekte in Mini‑Schritte teilen.
  • Emotionen erkennen: Fragen: „Was fühle ich gerade wirklich?“
  • Perfektionismus reduzieren: „Gut genug“ ist oft völlig ausreichend.

Der Schlüssel ist nicht mehr Disziplin – sondern mehr Verständnis für sich selbst.

Weitere Perspektiven im System

  • Wer – Rollen, Menschen, Verantwortung
  • Was – Begriffe, Inhalte, Bedeutungen
  • Warum – Ursachen, Motive, Hintergründe
  • Wie – Wege, Methoden, Prozesse
  • Wo – Orte, Räume, Kontexte
  • Wann – Zeitpunkte, Phasen, Entwicklung
  • Womit – Mittel, Werkzeuge, Ressourcen
  • Wodurch – Auslöser, Mechanismen, Dynamiken
  • Wozu – Ziele, Nutzen, Sinn
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