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Die Wahrheit über Multitasking – warum unser Gehirn nicht wirklich mehrere Dinge gleichzeitig kann

Viele Menschen glauben, sie könnten mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen – doch in Wirklichkeit ist Multitasking ein Mythos.

Ob im Alltag, im Job oder beim Lernen: Wir versuchen ständig, mehrere Dinge parallel zu machen. Nachrichten schreiben, während man arbeitet. Musik hören, während man lernt. Serien schauen, während man kocht. Doch unser Gehirn ist dafür gar nicht ausgelegt.

Warum echtes Multitasking nicht funktioniert

Das menschliche Gehirn kann sich immer nur auf eine bewusste Aufgabe gleichzeitig konzentrieren. Was wir als „Multitasking“ wahrnehmen, ist in Wahrheit:

  • schnelles Hin‑ und Herspringen zwischen Aufgaben,
  • ständiges Umschalten der Aufmerksamkeit,
  • Verlust von Fokus und Effizienz.

Dieses Umschalten kostet Energie – und macht uns langsamer, nicht schneller.

Der sogenannte „Switching‑Cost“-Effekt

Jedes Mal, wenn wir zwischen zwei Aufgaben wechseln, entsteht ein kleiner mentaler „Start‑Stopp“-Prozess. Das nennt man Switching Cost.

Die Folgen:

  • höherer Stress,
  • mehr Fehler,
  • längere Bearbeitungszeit,
  • weniger Konzentration.

Studien zeigen: Menschen, die viel Multitasking betreiben, sind oft schlechter darin, sich zu konzentrieren – selbst wenn sie nur eine Aufgabe haben.

Warum wir trotzdem glauben, wir könnten multitasken

Der Grund liegt in der Illusion der Produktivität. Wenn wir mehrere Dinge gleichzeitig tun, fühlt es sich an, als würden wir mehr schaffen. Doch dieses Gefühl täuscht.

  • Wir fühlen uns beschäftigt – aber nicht unbedingt effektiv.
  • Wir verwechseln Aktivität mit Produktivität.
  • Wir überschätzen unsere Fähigkeiten.

Das Gehirn liebt schnelle Reize – und Multitasking liefert genau das.

Wann Multitasking funktioniert – und wann nicht

Es gibt Situationen, in denen Multitasking tatsächlich möglich ist. Nämlich dann, wenn eine Aufgabe automatisiert ist.

  • Gehen und reden – funktioniert.
  • Kochen und Musik hören – funktioniert.
  • Auto fahren und telefonieren – funktioniert nur eingeschränkt.

Aber: Sobald zwei Aufgaben bewusste Aufmerksamkeit brauchen, bricht das System zusammen.

Wie man produktiver wird, ohne Multitasking

Statt mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, ist es viel effektiver, Aufgaben nacheinander zu erledigen. Das nennt man Single‑Tasking.

  • Eine Aufgabe wählen und bis zum Ende bearbeiten.
  • Ablenkungen reduzieren – Handy weg, Tabs schließen.
  • Kurze Pausen einbauen, um das Gehirn zu entlasten.
  • Prioritäten setzen – nicht alles ist gleich wichtig.

Das Ergebnis: weniger Stress, mehr Klarheit, bessere Ergebnisse.

Weitere Perspektiven im System

  • Wer – Rollen, Menschen, Verantwortung
  • Was – Begriffe, Inhalte, Bedeutungen
  • Warum – Ursachen, Motive, Hintergründe
  • Wie – Wege, Methoden, Prozesse
  • Wo – Orte, Räume, Kontexte
  • Wann – Zeitpunkte, Phasen, Entwicklung
  • Womit – Mittel, Werkzeuge, Ressourcen
  • Wodurch – Auslöser, Mechanismen, Dynamiken
  • Wozu – Ziele, Nutzen, Sinn
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